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Ratgeber Tumorschmerz

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Tumorschmerz
Wissenswertes über Tumorschmerz

Gerade bei fortgeschrittenen Krebserkrankung ist der Tumorschmerz häufig stark ausgeprägt. Aus diesem Grund haben palliativmedizinische Anwendungen eine große Bedeutung für die Betroffenen. Denn auch wenn der Krebs zu diesem Zeitpunkt nicht mehr heilbar ist, muss der Patient sich nicht mit dem Tumorschmerz abfinden. Die orale Einnahme von Medikamenten reicht in diesem Stadium der Erkrankung meist nicht mehr aus, da die Schmerzen zu groß sind. Deshalb werden die Wirkstoffe, z. B. Opioide, dem Patienten direkt unterhalb der harten Hirnhaut injiziert. Diese Form der Therapie nennt sich intrathekale Tumorschmerztherapie.

Wissenswertes über Tumorschmerz

Palliativmedizinische Anwendungen bei Tumorschmerz

Die Palliativmedizin kommt zum Einsatz, wenn eine Krebserkrankung nicht mehr geheilt werden kann. Es geht in einem solchen Fall darum, beim Patienten den Tumorschmerz zu minimieren und die bestmögliche medizinische Versorgung zukommen zu lassen, um seine Lebensqualität zu erhalten und ihm das Weiterleben mit der Krankheit so beschwerdefrei wie möglich zu gestalten. Die Behandlung von Tumorschmerz spielt also in der Schmerztherapie insbesondere in diesem Zusammenhang eine große Rolle. Gerade in späten Krebsstadien, wenn bereits ein starkes Wachstum des Tumors und auch Streuungen, sogenannte Metastasen, aufgetreten sind, beklagen viele Patienten starken Tumorschmerz.

Insbesondere wenn starker chronischer Tumorschmerz auftritt, ist die Behandlung nach dem WHO-Schema nicht immer ausreichend. Bei extremem Tumorschmerz kann auch unter Verwendung von stark wirksamen Opioiden oftmals keine ausreichende Reduktion der Beschwerden erreicht werden. Zudem kann es bei einem starken Einsatz der Opioide auch zu einem Auftreten von verschiedenen Nebenwirkungen komme. Diese Umstände können zur Folge haben, dass etwa ein Teil der Patienten mit massivem chronischen Tumorschmerz keine ausreichende Behandlung erfährt.

In einem solchen Fall ist es notwendig, die Unabhängigkeit vom Therapeuten zugunsten einer anderen Verabreichungsform aufzugeben. Eine durch Injektionen verabreichte (intrathekale) Tumorschmerzbehandlung kann erfolgreich sein, wenn andere Applikationsformen nicht den gewünschten Erfolg bringen. Dabei werden in der Tumorschmerzbehandlung die Mittel direkt in den Liquorraum unter der harten Hirnhaut (Dura mater) injiziert. Mit diesem Verfahren wurden in den letzten Jahren gute Erfahrungen in der Therapie von Tumorschmerz gemacht. Es gehört allerdings ausschließlich in die Hände eines Spezialisten.

Eine solche intrathekale Tumorschmerztherapie kann beispielsweise mit dem Opioid Morphin erfolgen. Vor einigen Jahren wurde ein weiterer Wirkstoff eingeführt, der ausschließlich intrathekal appliziert wird und mit dem seither gute Erfolge bei der Behandlung von chronischem Tumorschmerz erzielt wurden.

Bei diesem Wirkstoff handelt es sich ursprünglich um das Gift einer Meeresschnecke, er wird heute aber synthetisch hergestellt. Er hat eine hohe Wirksamkeit auch bei schweren chronischen Tumorschmerz. Dies resultiert aus dem Angriffspunkt des Wirkstoffs, nämlich der Blockade von Kalziumkanälen bestimmter Nervenbahnen. Durch diese Blockade wird eine Weiterleitung von Tumorschmerz über die Nervenbahnen unterbunden. In Bezug auf die Wirksamkeit in der Behandlung von Tumorschmerz kann es als Alternative zu den Opioiden betrachtet werden, und bietet zudem zwei Vorteile. Das Nebenwirkungsspektrum des Wirkstoffes ist kleiner und es kommt nicht zu einer Toleranzentwicklung. Letztere stellt bei der dauerhaften Anwendung von Opioiden in der Therapie von Tumorschmerz ein erhebliches Problem dar, weil die Dosis weiter werden muss, um die Wirksamkeit zu erhalten.

Lydia Köper

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Tumorschmerz tritt in Verbindung mit einem Tumor im Körper auf. Da es sich in den meisten Fällen um einen bösartigen Tumor handelt, spielt Tumorschmerz vor allem für an Krebs Erkrankte eine Rolle. Er kann einen akuten oder chronischen Verlauf nehmen und in verschiedenen Stadien der Erkrankung auftreten. Tumorschmerz geht entgegen der allgemeinen Annahme nicht immer mit einer Krebserkrankung einher. Betroffene haben die Möglichkeit, den Schmerzen mit einer geeigneten Tumorschmerztherapie entgegenzuwirken, auch dann, wenn der Krebs selbst nicht mehr heilbar ist. Daher ist es wichtig, dem Arzt von den Schmerzen zu berichten, da er nur so dem Patienten helfen kann.

Es gibt verschiedene Ursachen, die für die Entstehung von Tumorschmerz verantwortlich sein können. Der Tumorschmerz kann z. B. durch Nervenreizungen oder Entzündungen bedingt durch den Tumor selbst entstehen. Des Weiteren kann er durch Begleiterkrankungen verursacht werden, die mit einer Krebserkrankung einhergehen. Dazu gehören z. B. verschiedene Infektionen oder Wundliegen infolge von Bettlägerigkeit. Auch durch die therapeutischen Maßnahmen kann es zu Tumorschmerz kommen, z. B. in Folge von Chemo- und Strahlentherapie oder aufgrund der Einnahme von Medikamenten. Tumorschmerz kann aber auch unabhängig von den bisher genannten Faktoren in Verbindung mit einer anderen Erkrankung auftreten.

Diagnose Tumorschmerz

Für die Diagnose von Tumorschmerz ist es wichtig, dass der Patient das offene Gespräch mit seinem Arzt sucht, da es für Tumorschmerz keine spezifischen Untersuchungsmethoden gibt. Erst dann hat der Arzt die Möglichkeit, mit verschiedenen Verfahren den Tumorschmerz zu lokalisieren. In einem ausführlichen Gespräch wird der Arzt zudem versuchen, den Grad des vom Patienten empfundenen Schmerzes zu ermitteln. Dafür bietet sich z. B. eine sogenannte visuelle Analogskala an, bei der der Patient seinen Schmerz zahlenmäßig ausdrücken kann. Die Werte werden vom Arzt festgehalten, um den Verlauf dokumentieren und besser beurteilen zu können.