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Ratgeber Tumorschmerz

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Tumorschmerz
Was ist Tumorschmerz?

Tumorschmerz tritt in Verbindung mit einem Tumor im Körper auf. Da es sich in den meisten Fällen um einen bösartigen Tumor handelt, spielt Tumorschmerz vor allem für an Krebs Erkrankte eine Rolle. Er kann einen akuten oder chronischen Verlauf nehmen und in verschiedenen Stadien der Erkrankung auftreten. Tumorschmerz geht entgegen der allgemeinen Annahme nicht immer mit einer Krebserkrankung einher. Betroffene haben die Möglichkeit, den Schmerzen mit einer geeigneten Tumorschmerztherapie entgegenzuwirken, auch dann, wenn der Krebs selbst nicht mehr heilbar ist. Daher ist es wichtig, dem Arzt von den Schmerzen zu berichten, da er nur so dem Patienten helfen kann.

Gerade bei fortgeschrittenen Krebserkrankung ist der Tumorschmerz häufig stark ausgeprägt. Aus diesem Grund haben palliativmedizinische Anwendungen eine große Bedeutung für die Betroffenen. Denn auch wenn der Krebs zu diesem Zeitpunkt nicht mehr heilbar ist, muss der Patient sich nicht mit dem Tumorschmerz abfinden. Die orale Einnahme von Medikamenten reicht in diesem Stadium der Erkrankung meist nicht mehr aus, da die Schmerzen zu groß sind. Deshalb werden die Wirkstoffe, z. B. Opioide, dem Patienten direkt unterhalb der harten Hirnhaut injiziert. Diese Form der Therapie nennt sich intrathekale Tumorschmerztherapie.

Therapie Tumorschmerz

Bei der Therapie von Tumorschmerz kommt in der Regel eine medikamentöse Form der Therapie zum Einsatz. Die Wahl der Medikamente orientiert sich an einem von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) festgelegten Stufenschema. Dieses teilt den Schmerz in drei Kategorien von schwach bis stark ein. Bei leichten Schmerzen werden sogenannte Nicht-Opioid-Analgetika eingesetzt. Sind diese in ihrer Wirkung zu gering, kommen schwach wirkende Opioide zum Einsatz und bei sehr starken Schmerzen stark wirksame Opioide. Bei der Therapie von Tumorschmerz ist es wichtig, die Behandlung stets individuell auf den jeweiligen Patienten abzustimmen. Auch eine palliativmedizinische Behandlung ist möglich.

Diagnose Tumorschmerz

Für die Diagnose von Tumorschmerz ist es wichtig, dass der Patient das offene Gespräch mit seinem Arzt sucht, da es für Tumorschmerz keine spezifischen Untersuchungsmethoden gibt. Erst dann hat der Arzt die Möglichkeit, mit verschiedenen Verfahren den Tumorschmerz zu lokalisieren. In einem ausführlichen Gespräch wird der Arzt zudem versuchen, den Grad des vom Patienten empfundenen Schmerzes zu ermitteln. Dafür bietet sich z. B. eine sogenannte visuelle Analogskala an, bei der der Patient seinen Schmerz zahlenmäßig ausdrücken kann. Die Werte werden vom Arzt festgehalten, um den Verlauf dokumentieren und besser beurteilen zu können.

Was ist Tumorschmerz?

Unter dem Begriff Tumorschmerz sind verschiedene Arten von Schmerzen zusammengefasst, die in Verbindung mit einem Tumor entstehen können. Im allgemeinen Sprachgebrauch bezieht sich der Begriff Tumor dabei in der Regel auf einen bösartigen Tumor, sodass unter Tumorschmerz solcher Schmerz zu verstehen ist, der im Rahmen einer Krebserkrankung auftritt. Es ist allerdings keinesfalls so, dass Krebserkrankungen immer mit einem Auftreten von Tumorschmerz einhergehen müssen. Allerdings kann Tumorschmerz in jedem Stadium der jeweiligen Krankheit auftreten.

Häufigkeit von Tumorschmerz

Mit einer Krebserkrankung wird in der Bevölkerung oft automatisch Tumorschmerz verbunden, meist in Form eines langen Leidens, welches die Betroffenen durchleben müssen. Von den jährlich etwa 430.000 neu krebserkrankten Personen geben etwa 28 % an, zum Zeitpunkt der Diagnose bereits unter Schmerz gelitten zu haben.

Ob Tumorschmerz einen akuten oder einen chronischen Verlauf nimmt und inwieweit im weiteren Krankheitsverlauf Schmerz auftritt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen ist Schmerz eine individuelle Empfindung, die bei einer Person zu einem früheren Zeitpunkt oder in stärker ausgeprägter Form auftreten kann als bei einer anderen. Zum anderen spielt die Art der Krebserkrankung und ihr Stadium eine entscheidende Rolle. Tumoren in der Brust, in den Knochen und im Magen-Darm-Trakt z. B. können oftmals einen sehr starken Tumorschmerz hervorrufen.

Generell lässt sich die Aussage treffen, dass dauerhafter Tumorschmerz vermehrt in späten Stadien von Krebserkrankungen auftritt. Er ist oftmals durch ein weiteres Wachsen des Tumors oder bereits gebildete Metastasen bedingt.

Die Rolle der Schmerztherapie bei Tumorschmerz

Ob und wie stark eine Krebserkrankung mit Tumorschmerz einhergeht, hängt neben individuellen Faktoren, der jeweiligen Krebsform und dem Tumorstadium auch von der Anwendung geeigneter therapeutischer Maßnahmen ab. Man spricht in einem solchen Fall von einer Tumorschmerztherapie. Leider glauben heute immer noch viele Patienten, dass ihre Krebserkrankung, wenn sie nicht mehr heilbar ist, automatisch auch ein langes Leiden und einen überaus schmerzhaften körperlichen Zustand mit sich bringen wird. Sie leben mit der Annahme, dass sie die auftretenden Schmerzen einfach ertragen müssen. Dies ist nicht richtig, da heute gute Schmerztherapien zur Verfügung stehen, die den Tumorschmerz der Patienten lindern. Allerdings wird angenommen, dass nicht alle Patienten mit Tumorschmerz ausreichend behandelt werden – und deshalb ein Mehr an Tumorschmerz ertragen und durchleiden, als sie nach dem heutigen Stand der Tumorschmerztherapie eigentlich müssten.

Lydia Köper

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